Mineralien / Bergbau

Die Region um Filipstad gilt als eines der mineralienreichsten Gebiete der Erde. In Långban, ca 15 km nördlich von Filipstad wurden bis heute 267 verschiedene Mineralienarten gefunden, davon einige ausschliesslich hier. Seltene Funde sind weiterhin möglich.


Foto: Långbanit

Die gesamte Umgebung von Filipstad ( Bergslagensregion ) ist vom Bergbau geprägt. Zeugen dieser Ära sind tausende von Grubenlöchern und eine Vielzahl grubenhistorischer Anlagen wie Hochöfen (Hytten), Mailer, Fördertürme oder alte Stangengänge, mit denen man früher das Wasser aus den Gruben pumpte.


Foto: Nordmark

Hier eine Auflistung der interessantesten Sehenswürdigkeiten im Bereich Mineralien / Bergbau in der Region :

Bergsskolans Steinsammlung

Grubenmuseum in Nordmark

Mineralienmuseum in Långban

Lesjöfors Museum

Silbergrube Hornkullen in Nykroppa


Foto: Grubengebiet Högbergsfältet, Persberg

Naturschutzgebiet Högbergsfältet
Auf Högbergsfältet liegen einige der ältesten Bergwerke Värmlands . Hier gibt es etwa 15 grössere Gruben , von denen die 215 Meter tiefe Torskebäcksgruvan die grösste ist . Die Bergwerkseingänge befinden sich 25 – 35 Meter oberhalb der Wasseroberfläche des Sees Yngen.
Vom Mittelalter bis zum Jahr 1906 wurde hier Eisenerz abgebaut . ”Tilas Stollen”, benannt nach dem Bergbaurat Daniel Tilas , ist ein Gang, der gerade in den Berg hineinfuehrt. Hier sind deutliche Spuren der speziellen Abbaumethode zu sehen, bei der das Gestein durch Hitze aufgelockert wurde.
Als die Bergbaugesellschaft versuchte , die Arbeitsbedingungen der Bergleute zu verschlechtern , brach hier im Jahre 1869 einer der ersten Streiks in Schweden aus .Ein Gedächtnisstein auf dem Gelände erinnert an diesen 9 Tage andauernden Streik .Auch die Reste der einfachen Katen und Erdhöhlen der Bergleute sind hier zu sehen . Die letzte Erdhöhle war bis 1931 bewohnt.
1979 wurde das Naturschutzgebiet Högbergsfältet mit dem Ziel gegruendet ,das interessante Bergbaumilieu sowie dessen reiche Flora zu erhalten.
Das Naturschutzgebiet befindet sich ca. 2 km nördlich von Persberg. Ab dem ausgeschilderten Parkplatz fuehren mehrere Spazierwege in das Gebiet. An den Gruben und Sehenswuerdigkeiten befinden sich mehrsprachige Informationstafeln.


Foto: Grubengebiet Nordmark


Foto: Goldwaschen auf Storhöjden

Hornkullens Silbergrube

Der Legende nach wurde bei Hornkullen schon vor der grossen Pest Erz gewonnen, also um das Jahr 1350.
Der Betrieb wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts stillgelegt . Das Silbererz wurde sowohl in Nykroppa als auch in Herrhult eingeschmolzen.
Der Weg , auf dem das Erz von der Grube zur Huette getragen wurde , ist heute Teil des Wanderweges ”Silverleden” ( = Silberpfad ).
Das Grubengebiet stellt ein einzigartiges Monument schwedischer Bergbaugeschichte dar . Es gibt verschiedene Grubenlöcher bei Hornkullen , von denen ”Dunderkammaren” und ”Tors hål ” leergepumpt sind und in die man hinabsteigen kann.
Im Anschluss an die Grube gibt es einen Kulturpfad , der an Ruinen alter Katen vorbeifuehrt bis hin zu den Resten des alten Stangengangs , mit dem die Wasserpumpen der Grube betrieben wurden.

Excursionen

Horkullens Silbergrube
1. Juni bis 31. August täglich zwischen 11.00 und 17.00 Uhr.
Andere Zeiten nach Vereinbarung.

Tel: 0590 – 410 40 oder 410 00
Silbergrube: 070 – 6541108


Foto: Storbrohyttan


Foto: Kalksteinbruch Gåsgruvan, Persberg